Man sollte den Mut haben, das zu sagen, was man sagen will!

Theater- Workshop des Ev. Stadtjugendpfarramtes mit dem Staatstheater

Elf Jugendliche trafen sich am Samstag um 11 Uhr zu einem Theater-Workshop mit der Theaterpädagogin und Dramaturgin Katrin Maiwald.

Anlässlich des Reformationsjubiläums hat das Dekanat Mainz verschiedene Kooperationen mit dem Staatstheater Mainz. In dem Jugendbereich gab es schon eine Sondervorstellung für Konfirmand*innen des Stückes „Anders“ nach dem Roman von Andreas Steinhöfel.

In Anlehnung an diese Vorlage arbeitete nun Katrin Maiwald mit 11 Ehrenamtlichen des Stadtjugendpfarramtes in einem sechsstündigen Workshop. Nach einigen Warm-ups und Übungen aus dem Theatertraining ging es an Texte, die die Jugendliche im Vorfeld verfasst hatten.

In dem ersten Teil spielten Erinnerungen an Gerüche und Farben der Kindheit eine Rolle.

Die Jugendlichen erinnerten sich an den Geruch der Hautcreme der Oma bis hin zu dem Duft von frisch gemähten Gras oder das Aroma von selbst gemachten Apfelringen.

Geschickt arrangierte Frau Maiwald die Texte mit Bewegungen zu einer kleinen Szene.

Danach sammelten die Jugendlichen Sätze, die sie von Erwachsenen zu hören bekommen, wie sie sein sollen. „Mach doch endlich Deine Hausaufgaben“, „Hör auf diesen Krach zu machen“, „Sei nicht so kindisch“, „Werd endlich erwachsen“, sind nur eine kleine Auswahl der Anforderungen an die Jugendlichen. Auch aus diesen Sätzen wurde eine eindrückliche Szene improvisiert.

Schließlich ging es um Situationen, in denen man nicht sicher ist, was richtig oder falsch ist bzw. in denen man nicht weiß, wie man sich verhalten soll. Die Teilnehmer*innen erzählten von ihren Erlebnissen aus der Schule, von persönlichen Begegnungen mit krebskranken Freunden und der dementen Oma. Die Offenheit mit der die Jugendlichen aus ihrem Leben erzählten, berührten sehr.

Die Ergebnisse dieses Workshops werden am Freitag, dem 31. März um 17:30 Uhr in einem Jugendgottesdienst in der Altmünstergemeinde gezeigt werden.

In der Auswertung zeigten sich die Jugendliche begeistert von dem Angebot des Stadtjugendpfarramtes und des Staatstheaters. „Ich denke darüber nach, dass eine Person eine Geschichte hat, wenn ich jetzt über jemanden urteile“, sagte Jette bei der Auswertung.

Und Marie traf den Nagel auf den Kopf als sie sagte: „Man sollte das öfter machen“.