Mainzer Konfis debattieren über Handy-Verbot

‚Ganz schön weit, der Weg von der Mainzer Altstadt zur Christuskirche in die Neustadt‘, stöhnten einige Jugendliche, die gerade die Stadtrallye zu den Mainzer Konfi-Tagen absolviert hatten und in der Christuskirche auf die Preisverleihung warteten.

300 Jugendliche, 48 Stationen, 50 Stationsleiter*innen, jede Menge in der Stadt zurückgelegte Kilometer… das sind nur einige statistische Eckdaten für die Mainzer Konfi-Tage 2018.

Sie sind seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der gemeindlichen und übergemeindlichen Konfi-Arbeit im Evangelischen Dekanat Mainz und ein wichtiges Kooperationsprojekt zwischen Stadtjugendpfarramt und allen Mainzer Kirchengemeinden.

Bei einer Stadtrallye entdeckten die Jugendlichen an drei Tagen Einrichtungen der Evangelischen Kirche in Mainz und andere soziale, kirchliche und gesellschaftspolitische Institutionen und Gedenkstätten.

An jeder Station erhielten sie Informationen und eine Aufgabe, deren Umsetzung mit Punkten bewertet wurde, so dass am Ende der Tage jeweils drei Siegergruppen mit Kino- und Eisgutscheinen belohnt werden konnten.

Im Landtag diskutierten die Jugendlichen in diesem Jahr in Kleingruppen das Für und Wider eines Handyverbots, das in Frankreich für einige Schularten schon umgesetzt ist und auch im rheinland-pfälzischen Parlament diskutiert wird. Einige Abgeordnete des rheinland-pfälzischen Landtags sowie Oberbürgermeister Ebling verfolgten deshalb besonders interessiert und aufmerksam die Argumentationen der Jugendlichen. Überraschend war, dass sich immerhin 36 % der Jugendlichen für ein Handy-Verbot an Schulen aussprachen.

Der Interreligiöse Dialog sowie die Themen: Fairer Handel und Umweltschutz werden seit vielen Jahren an einzelnen Stationen aufgegriffen. Teamaufgaben und die Besteigung des Glockenturms der Mainzer Christuskirche waren auch in diesem Jahr bei den Konfis besonders beliebt.

Die höchste an den drei Tagen erreichte Punktzahl erzielte mit 107 von 108 möglichen Punkten eine Gruppe aus der Luther- und Thomasgemeinde. Trotz der ungewohnt langen Fußwege waren die Konfis begeistert von den Konfi-Tagen, einige wollen im nächsten Jahr als Teamer*innen mitarbeiten.